Solarpflicht: Energieberatung der Verbraucherzentrale berät

Seit dem 1. Mai müssen in Baden-Württemberg Häuser, die neu errichtet werden, mit Solardächer ausgestattet werden. Darauf weist die Energieberatung der Verbraucherzentrale hin. Bestehende Objekte müssen frühestens ab 2023 nachgerüstet werden. Diese sogenannte Solarpflicht wird dann auch in anderen Bundesländern folgen.

In Berlin und Hamburg wird der Einbau von Solaranlagen laut Energieberatung der Verbraucherzentrale bei neuen Wohnhäusern ab Januar 2023 verpflichtend. Die Pflicht wird dann auch für bestehende Häuser gelten, deren Dächer saniert werden. Die Eigentümer profitieren im Gegenzug zur Solarpflicht unter anderem von Zuschüssen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Wer wissen möchte, ob das Dach, der Balkon oder der Garten für eine Solaranlage geeignet ist, kann sich von den Experten der Energieberatung der Verbraucherzentrale online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch beraten lassen. Weitere Informationen erhalten Interessenten auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder bundesweit kostenfrei unter der Rufnummer 0800 – 809 802 400.

Quelle: verbraucherzentrale-energieberatung.de
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Energie: Prüfung der Gebäudeautomation sinnvoll

Durch die Prüfung der Gebäudeautomation beziehungsweise der Gebäudeleittechnik kann für mehr Energieeffizienz gesorgt und es können Kosten gespart werden. Zu diesem Schluss kommt nun der TÜV Süd, der Betreiber, Eigentümer und Nutzer bei der energetischen Optimierung von Neubau- und Bestandsimmobilien unterstützt. Dazu bietet er ein Monitoring an, durch das sich Optimierungspotenziale oder Fehlfunktionen von technischen Versorgungsanlagen aufdecken lassen.

Bei dem Monitoring können unter anderem Kältemaschinen sowie Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) überprüft werden. So stellte der TÜV Süd beispielsweise in einer 1,5 Jahre alten Immobilie fehlerhafte Umschaltbedingungen von Kältemaschine fest, die zu einem ständigen Takten führten. Durch die Problembehebung können sowohl Energie (16 Prozent) als auch Kosten gespart werden (7 Prozent). Bei RLT-Anlagen konnten schon Probleme wie eine fehlerhafte Wärmerückgewinnung detektiert werden.

„Intelligent vernetzte, flexible und transparente Gebäudeautomationssysteme bieten eine hervorragende Basis, um Energieverbrauch, CO2-Emissionen, Betriebskosten und Nutzerkomfort zu optimieren“, erklärt Patrick Lützel aus dem Team Gebäudeautomation vom TÜV SÜD Industrie Service. Allerdings müssten die einzelnen Systeme und Komponenten genau aufeinander abgestimmt sein und kontinuierlich oder in wiederkehrenden Abständen überprüft werden. Nur so könne das Potenzial der Gebäudeautomation voll genutzt werden.

Quelle: tuvsud.com
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Stromkosten: So können einkommensschwache Haushalte sparen

Damit einkommensschwache Haushalte Stromkosten sparen können, müssen spezifische Förderprogramme gestärkt werden. Das geht aus dem sogenannten ZEW policy brief der ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim und der Universität Heidelberg hervor, der auf einer empirischen Analyse des „Stromspar-Checks“ beruht. Die Förderprogramme sollen laut ZEW allerdings nicht nur auf die rein finanzielle Unterstützung setzen, sondern das Angebot mit verhaltensbezogenen Anreizen kombinieren.

Laut ZEW kann dies unter anderem mit dem kostenfreien „Stromspar-Check“ gelingen. Förderberechtigte Haushalte mit besonders ineffizienten Altgeräten erhalten nach einer Energieberatung einen Gutschein, den sie nach dem Kauf eines Neugeräts finanziell geltend machen können. Die Haushalte können dank des Gutscheins des bundesweiten Programms durchschnittlich 35 Prozent des Kaufpreises abdecken. Durch Zusatzprogramme von Ländern und Kommunen kann sich der Anteil auf bis zu 45 Prozent erhöhen.

Laut ZEW lohnt sich der Umstieg auf ein effizientes Kühlgerät, da einkommensschwache Haushalte über überdurchschnittlich alte Geräte verfügen. Diese verbrauchen meist mehr als doppelt so viel Strom wie ein Neugerät. „Ein alter Kühlschrank kann sich gerade für einkommensschwache Haushalte zur Kostenfalle entwickeln. Können sie das Geld für einen Gerätetausch doch aufbringen, amortisiert sich dieser in den meisten Fällen bereits nach drei Jahren“, sagt Bettina Chlond, Umweltökonomin am ZEW Mannheim und Ko-Autorin der Studie.

Quelle und weitere Informationen: zew.de/stromspar-check.de
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CO2-Kosten: Teilung zwischen Vermietern und Mietern

Das Heizen in Deutschland ist aufgrund der CO2-Steuer teurer geworden, die seit 2021 erhoben wird. Bisher müssen Mieter dafür allein die Mehrkosten tragen. Das soll sich jedoch zum 1. Januar 2023 ändern. Dann soll die CO2-Steuer zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt werden. Dazu hat sich die Bundesregierung kürzlich auf ein Stufenmodell für Wohngebäude geeinigt.

Mit diesem sollen laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWI) „anhand der spezifischen CO2-Emissionen des vermieteten Gebäudes die produzierten CO2-Kosten künftig anteilig entsprechend der Verantwortungsbereiche und damit fair zwischen Mietern und Vermietern umgelegt [werden]“. Je emissionsärmer das Wohngebäude ist, desto weniger Kosten müssen die Vermieter tragen. Bei einem Effizienzhaus 55 werden für Vermieter gar keine Kosten fällig.

Durch das Stufenmodell sollen laut BMWI sowohl bei Vermietern Anreize geschaffen werden, energetische Sanierungen durchzuführen, als auch Mieter dazu motiviert bleiben, ihren Energieverbrauch zu senken. Die CO2-Steuer soll zu weniger Emissionen von Kohlendioxid führen und damit letztlich auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aktuell gilt ein Preis von 30 Euro pro Tonne CO2, die beim Verbrennen von Heiz- und Kraftstoffen ausgestoßen wird. Er wird bis 2025 schrittweise auf bis zu 55 Euro im Jahr steigen.

Quelle und weitere Informationen: bmwi.de
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Energiesparen: GDW liefert Tipps

Zum Thema „Energiesparen“ hat der GDW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen kürzlich aus aktuellem Anlass verschiedene Tipps veröffentlicht. Zu diesen zählt unter anderem das Senken der Raumtemperatur. Laut Bundesverband sind in der Heizperiode Temperaturen von 20 bis 22 Grad ausreichend. Wird die Wohnung gelüftet, sollte die Heizung zuvor abgedreht werden, um Energiekosten zu sparen.

Darüber hinaus sei es besser, mehrmals täglich Stoßlüftungen durchzuführen als die Fenster über lange Zeiträume angekippt zu lassen. Friert es, sollte der Zeitraum für die jeweiligen Stoßlüftungen zirka 5 Minuten betragen. In der Übergangszeit erhöht sich diese Zeitspanne auf zirka 10 bis 15 Minuten. Gelüftet werden sollte zudem nach dem Aufstehen, vor dem Schlafengehen, nach dem Kochen und nach dem Duschen.

Auch durch Elektrogeräte, die komplett ausgeschaltet sind, lässt sich laut des Bundesverbandes Strom sparen. Am besten gelinge dies mit Steckerleisten mit einem entsprechenden Ausschalter. Wer sich neue Elektrogeräte anschafft, sollte dabei auf die Energieeffizienz-Kennzeichnung achten. Mit energieeffizienten lassen sich laut des Bundesverbandes im Vergleich zu älteren Geräten mehr als 50 Euro im Jahr einsparen.

Quelle und weitere Tipps: gdw.de
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Forschung: Solaranlagen mithilfe von künstlicher Intelligenz verbessern

Eine Technik zur Optimierung von Solaranlagen ist das Ziel des sogenannten Verbundprojekts Dig4morE, dem das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg sowie die Photovoltaik-Unternehmen Sunsniffer, Aquila Capital und Sunset Energietechnik angehören. Mittels künstlicher Intelligenz wollen die Projektpartner eine Methodik entwickeln, die Optimierungsmaßnahmen für Solaranlagen vorschlägt.

Dank der Methodik sollen Fehler direkt vor Ort aus den Monitoring-Daten der einzelnen Solarmodule herausgelesen werden können. Ziel ist es auch, eine Methodik zu entwickeln, die die Fehler der Solaranlagen auch in verschiedenen Witterungsbedingungen erkennt. Die Photovoltaik-Unternehmen stellen den Forschenden daher die Daten von elf Solarparks zur Verfügung, die sich in ganz Europa befinden.

Durch die neue Methodik soll eine kostengünstigere Analyse der Fehler möglich werden. Bisher können Fehler der Solarmodule laut der Projektverantwortlichen beispielsweise durch thermografische Analysen zwar auch schon aufgespürt werden, dies sei aber teuer und aufwendig. Mit ersten Ergebnissen rechnen die Projektverantwortlichen gegen Ende des Jahres. Aus diesen möchten sie unter anderem Handlungsempfehlungen ableiten.

Quelle und weitere Informationen: fz-juelich.de
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Energiekosten: Lohnsteuerhilfeverein gibt Spartipps

Der Vereinigte Lohnsteuerverein weist darauf hin, dass es sich – im Hinblick auf die gestiegenen Energiekosten – lohnen kann, in Sanierungsmaßnahmen mit erneuerbaren Energien am eigenen Haus zu investieren. Eigentümer könnten für energetische Sanierungsmaßnahmen bis zu 20 Prozent der Kosten und bis zu 40.000 Euro steuerlich geltend machen. Geregelt sei dies in Paragraf 35c Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes.

Bei den energetischen Sanierungsmaßnahmen kann es sich laut des Vereinigten Lohnsteuerhilfevereins beispielsweise um die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken, die Erneuerung oder den Einbau einer Lüftungsanlage oder um die Erneuerung einer Heizungsanlage oder die Optimierung bestehender Heizungsanlagen handeln. Die Kosten können dann über die Steuererklärung abgesetzt werden, verteilt auf drei Jahre.

Im Jahr der energetischen Gebäudesanierungsmaßnahme sowie im darauffolgenden Kalenderjahr sind maximal sieben Prozent der Kosten und höchstens 14.000 Euro absetzbar. Im zweiten darauffolgenden Kalenderjahr sind es maximal sechs Prozent der Aufwendungen und höchstens 12.000 Euro. Voraussetzung dafür ist allerdings eine Rechnung, die Zahlung per Überweisung sowie eine Bescheinigung eines ausstellungsberechtigten Fachunternehmens oder Energieberaters. Es können zudem nicht alle Maßnahmen geltend gemacht werden. Dazu zählen beispielsweise öffentlich geförderte Sanierungsmaßnahmen.

Quelle und weitere Informationen: vhl.de
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Sanierungen: Ethouse Award 2022 verliehen

Der Ethouse Award 2022 von der ARGE Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme (QG WDS) ist kürzlich in Wien vergeben worden. Mit diesem Preis werden Verantwortliche ausgezeichnet, die im Hinblick auf Sanierungen das Thema Energieeffizienz ganzheitlich realisieren und dabei architektonische Impulse mit einem Wärmeverbundsystem setzen. Die Preise in den Kategorien „Öffentliche Bauten“, „Wohnbau mit gewerblicher Nutzung“ und „Wohnbau“ gingen an die Verantwortlichen für die Volksschule Brixlegg, das Stadthaus Linz und die Wohnhausanlage Hauffgasse im 11. Wiener Gemeindebezirk.

Für die Volksschule Brixlegg in Tirol (Kategorie „Öffentliche Bauten“) wurden die ARGE Architekturhalle Wulz-König ZT KG mit ILIOVAarchitektur und dem WDVS-Verarbeiter Hans Bodner BaugesmbH + CoKG. ausgezeichnet. Durch die Sanierung konnte eine 100-prozentige Versorgung mit erneuerbarer Heizenergie sichergestellt und der Energieverbrauch um mehr als 80 Prozent gesenkt werden.

Beim Projekt Stadthaus Linz, umgesetzt von der mia2 Architektur ZT GmbH und dem Fassadenbauer Markmont GmbH („Wohnbau mit gewerblicher Nutzung“) ließ sich der Heizwärmebedarf durch die Sanierungsmaßnahmen um rund 80 Prozent senken. Die Wohnhausanlage Hauffgasse (Kategorie „Wohnbau“) wurde saniert von der GSD Gesellschaft für Stadt- und Dorferneuerung m.b.H. gemeinsam mit der ARGE Porr Bau GmbH und der Zinglbau GmbH im Auftrag der BWS, Gemeinnützige allgemeine Bau, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft. Auch hier konnte der Heizwärmebedarf erheblich gesenkt werden. Weitere Infos und Fotos erhalten Interessenten unter: qg.waermedaemmsysteme.at.

Quelle: qg.waermedaemmsysteme.at
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Gebäudesanierung: ZIA legt Positionspapier vor

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) hat ein Positionspapier mit Vorschlägen zur Neuausrichtung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vorgelegt. Laut ZIA soll unter anderem die Fördersystematik konsequent auf CO2-Einsparungen ausgerichtet werden. Darüber hinaus müsse ein verstärkter Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland erfolgen.

Des Weiteren fordert der ZIA eine neue Förderlandschaft, die ebenso wie die aktuelle BEG beihilfefrei ist. Gilt etwas als beihilfefrei, werden Förderanträge für Antragsteller unkomplizierter, da sie weniger Angaben vornehmen müssen. Darüber hinaus schlägt der ZIA vor, die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien sowie den effizienten Neubau zu fördern. Ziel dieser Maßnahmen ist die Treibhausgasreduktion.

Um bis 2045 den sogenannten klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, kommt es laut ZIA auch auf den Einsatz nachhaltiger Baumaterialien an. Denkbar sei beispielsweise die Förderung lokaler Baustoffe, die ohne längere Transportwege zur Baustelle gebracht werden können und somit zur Einsparung von C02 beitragen. Das vollständige Positionspapier kann unter zia-cloud.de/data/public/87c761 kostenlos eingesehen werden.

Quelle: zia-deutschland.de
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Energie: Kosten sparen im Homeoffice

Wie können Arbeitnehmer im Homeoffice Energie sparen? Dieser Frage geht die Verbraucherzentrale Energieberatung nach. Sie weist darauf hin, dass der Stromverbrauch Schätzungen zu Folge unter anderem durch die regelmäßige Verwendung des Laptops, der Schreibtischlampe und des Elektroherds um etwa fünf Prozent steigen kann. Die Mehrkosten belaufen sich dadurch auf etwa 30 Cent bis 1 Euro pro Tag. Zudem müssen noch die Heizkosten hinzugezogen werden.

Um Energie und somit auch Kosten zu sparen, sollten Verbraucher Stromfresser identifizieren und diese ersetzen. Geräte, die nicht gebraucht werden, sollten komplett ausgeschaltet und nicht in den Stand-by-Modus versetzt werden. Denn auch im Stand-by-Modus verbrauchen sie Strom. Außerdem kann die Zimmertemperatur gesenkt werden. Laut Verbraucherzentrale lässt jedes Grad weniger den Heizenergieverbrauch um sechs Grad sinken.

Eigentümer können langfristig gesehen zudem mit einer optimalen Dämmung für einen niedrigen Heizenergieverbrauch sorgen. Interessenten, die weitere Informationen zum Thema „Energie sparen“ bekommen möchten, können sich auf der Seite verbraucherzentrale-energieberatung.de informieren oder sich unter der Rufnummer 0800 – 809 802 400 kostenlos beraten lassen. Zudem bietet die Verbraucherzentrale Energieberatung mehrere kostenlose Online-Vorträge an.

Quelle und weitere Informationen: verbraucherzentrale-energieberatung.de
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