Hausbau: Nebenkosten müssen einkalkuliert werden

Bauherren sollten bei ihrem Vorhaben die Baunebenkosten einplanen. Darauf weist das Portal „bauen.de“ hin und führt die entsprechenden Kostenpunkte auf. Baunebenkosten fallen unter anderem im Hinblick auf den Grundstückskauf, die Finanzierung sowie für die Erschließung an. Aber auch die Kosten für den Architekten, die Vermessung, den Bauantrag, Versicherungen und entsprechende Baustellenarbeiten müssen laut „bauen.de“ eingeplant werden.

Beim Grundstückskauf beispielsweise handelt es sich bei den Baunebenkosten um die Maklergebühren, die Notar- und Grundbuchgebühren sowie die Grunderwerbsteuer. Im Hinblick auf die Finanzierung müssen Bauherren unter anderem mit Bereitstellungszinsen rechnen. Bei der Erschließung eines neuen Baugebiets müssen Bauherren anteilige Kosten einkalkulieren. Auch Jahre später oder für bereits erschlossene Grundstücke können laut Portal noch Erschließungskosten anfallen.

Diese und weitere Baunebenkosten hat „bauen.de“ in einem Rechenbeispiel für ein 150 Quadratmeter großes Haus (Wohnfläche) mit einem 600 Quadratmeter großen Grundstück in Bayern aufgeschlüsselt. Im Rechenbeispiel wird angenommen, dass für das Grundstück 200.000 Euro fällig werden, die Kosten für den Hausbau 300.000 Euro betragen und das Haus zum Großteil über einen Kredit finanziert wird. Werden nun alle Baunebenkosten hinzuaddiert, belaufen sich die Kosten für den Hausbau auf 613.395 Euro – und somit auf 113.395 Euro mehr als Bauherren vermeintlich annehmen könnten.

Quelle und weitere Informationen: bauen.de
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Grunderwerbsteuer: So lange müssen Paare und Singles sparen

Wie lange müssen Singles und Paare für die Grunderwerbsteuer sparen, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen? Dieser Frage geht der Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft (iwd) nach. Herausgekommen dabei ist, dass Paare, die ein Einfamilienhaus kaufen möchten, 5,5 Monatseinkommen für die Grunderwerbsteuer zur Seite legen müssen. Bei Singles, die eine Eigentumswohnung erwerben möchten, sind es 4,6 Monatseinkommen.

Bezieht man eine Sparrate von rund 11 Prozent des Nettoeinkommens mit ein, bedeutet das laut iwd, dass Immobilienkäufer für den Erwerb eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung durchschnittlich vier Jahre lang für die Grundsteuer sparen müssen. Diese Dauer ist – je nach Stadt – jedoch extremen Schwankungen unterlegen.

In Berlin müssen sowohl Paare, die ein Eigenheim erwerben möchten, als auch Singles, die sich eine Eigentumswohnung kaufen möchten, am längsten sparen. Sie benötigen allein über zehn bzw. über neun Jahre für das Ansparen der Grunderwerbsteuer. Als Gründe dafür nennt das iwd die mittleren Einkommen, die hohe Nachfrage nach Immobilien und die stark gestiegenen Preise für diese. Günstig hingegen kommen Paare in Wunsiedel im Fichtelgebirge weg (1,64 Jahre) und Singles in Görlitz (1,30 Jahre).

Quelle und weitere Informationen: iwd.de
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Studie: Wo sich der Immobilienkauf für Pendler lohnt:

Ist es günstiger, eine Immobilie im Speckgürtel zu kaufen und zur Arbeit in die Metropole zu pendeln? Diese Frage geht das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) im Auftrag der Postbank nach. Dabei vergleicht es die sieben größten Städte Deutschlands – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf – miteinander.

Die Studie zeigt, nach wie vielen Jahren sich der günstigere Immobilienverkauf im Speckgürtel rentiert. Dabei werden auch die Fahrtkosten die Fahrtzeit berücksichtigt. Laut Studie profitieren die Pendler, die im Frankfurter Umland eine Immobilie kaufen, am meisten. Vom hessischen Langen aus sind sie in nur neun Minuten mit der Bahn in Frankfurt am Main. Die Ersparnis aus dem günstigeren Immobilienkauf ist demnach rechnerisch erst nach rund 76 Jahren aufgezehrt.

Auf den Plätzen zwei und drei befinden sich Dreieich und Duisburg. Von Dreieich nach Frankfurt am Main benötigen Pendler 14 Minuten mit der Bahn. Hier profitieren sie von einer rechnerischen Ersparnis von 61 Jahren. Von Duisburg bis Düsseldorf beträgt die Fahrtzeit 12 Minuten. Pendler profitieren hier ebenfalls von einer rechnerischen Ersparnis von rund 61 Jahren. Weitere Informationen erhalten Interessenten unter postbank.de.

Quelle: postbank.de
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Tipp: Vor dem Hausbau Bodengutachten anfordern:

Bauherrn sollten vor dem Immobilienbau ein Baugrundgutachten nach der Norm Eurocode (EC) 7 anfordern. Dazu rät Ulrich Reisdorf, Diplom-Geologe und Geschäftsführer des geotechnischen Sachverständigenbüros terra system GmbH, im Hausbauratgeber „Das Bodengutachten – Inhalte, Nutzen und Kosten“ des Onlineportals bauen.de.

Für das Baugrundgutachten werden unter anderem Probenentnahmen entnommen, um über die Bodenverhältnisse zu informieren. Außerdem beinhaltet es Vorschläge dazu, welches Fundament gelegt werden muss. Zudem werden Hinweise zur Wassereinwirkungsklasse gegeben. Diese geben Aufschluss über die Feuchtigkeit, der das Gebäude ausgesetzt sein wird. Darüber hinaus enthält das Baugrundgutachten Empfehlungen zum Bodenmanagement. Diese liefern unter anderem Auskunft darüber, was mit dem Aushub geschehen kann.

In der Regel holen sich die beauftragten Architekten das Baugrundgutachten bei einem Geotechniker ein. Möchte der Bauherr das nicht, haftet er selbst für alle damit verbundenen Risiken. Zur Sicherheit sollte schriftlich festgehalten werden, wer in einem solchen Fall die Verantwortung übernimmt. Für das Baugrundgutachten zahlen Bauherren 900 bis 1.400 Euro, die Preisspanne kann in verschiedenen Regionen aber stark voneinander abweichen.

Quelle: bauen.de
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Immobilienkauf: Erbschaften spielen wichtige Rolle:

Ohne eine Erbschaft, eine Schenkung oder einen Privatkredit hätten sich viele Eigentümer ihre Immobilie nicht leisten können. Zu diesem Schluss kommt eine Erhebung von Statista, die im Auftrag von Interhyp-Gruppe in Deutschland und Österreich mit 3.353 Immobilienbesitzern durchgeführt worden ist. Besonders junge Eigentümer sind von diesem Problem betroffen.

In der Erhebung gibt ein Drittel der Befragten an, beim Immobilienkauf Unterstützung von Eltern oder Freunden bekommen zu haben (29 Prozent). Besonders Erben sagen, dass sie ohne das Erbe nicht hätten kaufen können (36 Prozent). Gut ein Viertel der Beschenkten (25 Prozent) und Privat-Kreditnehmer (23 Prozent) wäre ohne private Unterstützung ebenfalls nicht zum Eigentümer geworden. Außerdem hätte knapp ein Drittel der familiär Unterstützten ohne finanzielle Zuwendungen den Immobilienkauf verschoben (26 Prozent). Gravierend sind auch die Unterschiede in den Altersklassen: Waren 27 Prozent der unter 39-Jährigen auf private Unterstützung angewiesen, waren es bei den über 50-jährigen Käufern nur 17 Prozent.

Grund dafür, dass besonders junge Käufer private Unterstützung in Anspruch nehmen müssen, ist einerseits, dass die Zinsen für Immobiliendarlehen sinken. So ist die Ansparphase für sie sehr wahrscheinlich schwieriger als für ältere Käufer, die beim Sparen gute Zinsen bekommen haben. Andererseits ziehen die Preise für Immobilien in besonders gefragten Lagen an.

Quelle: interhyp.de
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