Heizen: Sozialleistungen auch für Menschen mit Einkommen möglich

Auch Menschen mit regulärem Einkommen können unter Umständen Sozialleistungen für hohe Heizkosten beanspruchen. Diese Hilfen sind zum einen möglich, wenn ein eigenständiger Vertrag mit einem Gasversorger abgeschlossen wurde. Zum anderen können sie auch beantragt werden, wenn die Kosten durch die Nebenkostenabrechnung mit dem Vermieter abgerechnet werden. Darauf weist die Verbraucherzentrale hin.

Zudem seien auch bei akuter Bedrohung durch Energieabschaltung, beispielsweise bei ausstehender Öllieferung oder drohender Stromsperre, staatliche Zuschüsse oder Darlehen möglich. Der Antrag auf Unterstützung muss schriftlich und zeitnah eingereicht werden, auch wenn er zunächst unvollständig ist.

Der Anspruch auf Sozialleistungen und die Höhe der Förderung hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Haushaltsgröße, dem Einkommen und der Höhe der Miet- und Heizkosten. Es gibt Fristen für die Antragstellung, die beachtet werden müssen.

Quelle und weitere Informationen: verbraucherzentrale.de
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Energie: Forschung für Sicherheit in der Zukunft

Eine Förderung von rund 4,3 Millionen Euro erhählt das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) erhält vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburgs. Dieses Budget ist für Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung und zur Sicherung des Forschungsbetriebs unter den aktuellen Energieherausforderungen vorgesehen.

Die Fördermittel werden für bauliche Veränderungen und technische Investitionen verwendet, darunter die Installation von Dachsolaranlagen, die Sanierung von Arbeitsgebäuden und die Umrüstung auf energiesparende LED-Beleuchtung. Diese Maßnahmen sollen den externen Energieverbrauch signifikant senken und zur langfristigen Reduzierung der Energiekosten beitragen.

Neben der direkten Energieeinsparung ermöglichen die Investitionen eine intensivere Forschung im Bereich der ressourcenschonenden Pflanzenproduktion. So soll unter anderem der Frage nachgegangen werden, wie die Ernährung vor dem Hintergrund des Klimawandels regional und global gesichert werden kann.

Quelle und weitere Informationen: igzev.de
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Stromerzeugung: Erneuerbare Energien dominieren

Erneuerbare Energien erreichten 2023 einen Rekordanteil von 59,7 Prozent (260,68 Terawattstunden) an der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland. Die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen betrug 38,8 Prozent (169,38 TWh) und 1,5 Prozent (6,72 TWh) des erzeugten Stromes wurden aus Kernenergie gewonnen. Das geht aus einer Veröffentlichung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme hervor.

Die Windenergie (onshore und offshore) stellte mit insgesamt 32 Prozent (139,8 Terawattstunden) die wieder die Hauptquelle der öffentlichen Nettostromerzeugung dar, gefolgt von Braunkohle mit 17,7 Prozent (77,50 TWh) und der Solar-EEG-Netzeinspeisung mit 12 Prozent (52,24 TWh). Während die Photovoltaik einen Aufschwung erfährt, gehen die Stromerzeugungen aus Braunkohle und Steinkohle laut Fraunhofer ISE signifikant zurück.

Nachdem 2022 im Stromhandel ein Exportüberschuss von 27,1 TWh erzielt wurde, war 2023 ein Importüberschuss von 11,7 TWh zu verzeichnen. Beeinflusst wurde diese Entwicklung durch niedrigere Erzeugungskosten in Nachbarländern und hohe CO2-Zertifikatskosten. Für detaillierte Informationen zur Stromerzeugung können sich Interessenten die vollständige Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE unter ise.fraunhofer.de ansehen.

Quelle: ise.fraunhofer.de
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CO2-Preis: Studie zeigt Mehrbelastung auf

Der Anstieg der CO2-Preise ab 2027 würde für 18,6 Millionen Haushalte in Deutschland eine Mehrbelastung bedeuten. Das gilt selbst dann, wenn ein sogenanntes Klimageld eingeführt werden würde. Das geht aus einer Studie des IMK der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Unter anderem Eigentümer mit mittleren Einkommen sind betroffen, die ältere Immobilien im ländlichen Raum besitzen. Grund dafür ist, dass die Höhe des Klimageldes nicht ausreicht, um die zusätzlichen Kosten zu kompensieren. Knapp 4,7 Millionen Haushalte würden sogar mehr als zwei Prozent ihres Nettoeinkommens für CO2-Abgaben aufbringen müssen.

Prof. Dr. Sebastian Dullien, Wissenschaftlicher Direktor des IMK, betont, dass ein Pro-Kopf-Klimageld allein soziale Ungleichgewichte durch steigende CO2-Preise nicht verhindern kann. Zusätzliche Maßnahmen wie Gebäudesanierungen und der Ausbau des Nahverkehrs seien notwendig, besonders in ländlichen Gebieten. Er weist auf die potenziellen Auswirkungen des Bundesverfassungsgerichtsurteils hin, das viele Förderprogramme aus dem Klima- und Transformationsfonds bedroht.

Die nächste Stufe des europäischen CO2-Emissionshandels, EU-ETS2, startet 2027, wobei der CO2-Preis durch einen Marktmechanismus bestimmt wird. Experten rechnen mit einer deutlichen Erhöhung der CO2-Abgaben. Die Bundesregierung plant, einen Teil der Einnahmen aus dem Zertifikatehandel als Pro-Kopf-Pauschale an die Bürger zurückzugeben. So soll niemand finanziell überfordert werden. Weitere Informationen zum Thema erhalten Interessenten unter https://www.boeckler.de/.

Quelle: https://www.boeckler.de/.
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Heizungsaustausch: Fördermöglichkeiten

Die KfW bietet Förderungen für den Einbau klimafreundlicher Heizungen in privaten Wohnimmobilien. Interessierte können sich auf der KfW-Webseite über die Voraussetzungen und Details informieren und ab Donnerstag, 1. Februar, im Kundenportal registrieren, um Förderanträge zu stellen.

Ab Ende Februar (voraussichtlich Dienstag, 27. Februar) können Eigentümer von Einfamilienhäusern unter gewissen Voraussetzungen über das Kundenportal „Meine KfW“ Anträge für Zuschüsse für den Heizungsaustausch beantragen. So muss neben dem Förderantrag zum Beispiel ein Vertrag mit dem für den Heizungsaustausch verantwortlichen Unternehmen vorhanden sein.

Die Höchstgrenze der förderfähigen Kosten liegt bei 30.000 Euro; die Grundförderung beträgt 30 Prozent. Außerdem können zusätzliche Boni wie ein Effizienz- und Klimageschwindigkeitsbonus beantragt werden. Berechtigte können zudem einen ergänzenden KfW-Kredit über ihre Hausbank beantragen. Im Laufe des Jahres soll die Förderung auch auf Nichtwohngebäude ausgeweitet werden. Weitere Informationen sind auf der Webseite kfw.de zu finden.

Quelle: kfw.de
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Heizen: Vor- und Nachteile von Wasserstoff

Ab 2024 verlangt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) den Einsatz erneuerbarer Energien für neue Heizsysteme, wobei Wasserstoff als eine mögliche Alternative zu Erdgas in Betracht gezogen wird. Trotz der Kompatibilität von Wasserstoff mit bestehenden Heiztechniken und Gasnetzen, existieren aktuell keine Heizungen, die ausschließlich mit Wasserstoff betrieben werden können.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale weist allerdings darauf hin, dass grüner aus Elektrolyse oder blauer aus Erdgas gewonnener Wasserstoff derzeit praktisch nicht verfügbar sei. Grund dafür ist laut Energieberatung der Verbraucherzentrale, dass es hierfür nur wenige Produktionsstätten gibt.

Insgesamt betrachtet, werde Wasserstoff zunächst bevorzugt in der Industrie und im Gewerbe verfügbar sein. Für die Beheizung von Wohngebäuden werden andere Alternativen wie Wärmepumpen empfohlen, die sich als effizient und nachhaltig erwiesen haben. Bei Fragen zum Heizungsaustausch hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit einer kostenlosen Hotline weiter, Tel. 0800/809 802 400.

Quelle und weitere Informationen: verbraucherzentrale-energieberatung.de
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Energieeffizienz: Auszeichnung für ENaQ

Das „Energetische Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst Oldenburg“ (ENaQ) hat den ODH-Quartier Award 2023 in der Kategorie „Integration“ gewonnen. Das Projekt, geleitet vom Oldenburger Informatikinstitut OFFIS, ist für sein fortschrittliches Energiekonzept im Wohnquartier Helleheide anerkannt worden.Das ENaQ zeichnet sich durch moderner Technologien wie PV-Anlagen, Wärmepumpen und elektrische und thermische Speicher ein Quartiersmanagementsystem aus. Die Einbeziehung der Bewohner durch Veranstaltungen und Workshops betont den integrativen Ansatz des Projekts.Das Projekt wird im Rahmen einer Förderinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit rund 18 Millionen Euro unterstützt.Quellen: idw-online.de/enaq-fliegerhorst.de
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Energiesparen: Diese Änderungen gelten 2024

Ab 2024 treten Änderungen im Bereich des Energiesparens in Kraft. Darauf weist die Energieberatung der Verbraucherzentrale hin. Eine wesentliche Neuerung ist die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Ab dem 1. Januar 2024 müssen Neubauten in Neubaugebieten Heizsysteme installieren, die mindestens zu 65 Prozent auf erneuerbare Energien zurückgreifen. Für bestehende Gebäude außerhalb von Neubaugebieten oder bei einem Heizungsaustausch gelten gestaffelte Fristen bekommen die Einwohner etwas mehr Zeit – in Großstädten bis zum 30. Juni 2026 und in kleineren Gemeinden bis zum 30. Juni 2028. Die Pflicht greift allerdings schneller, wenn der Ausbau eines Wärme- oder Wasserstoffnetzes vor Ort bereits beschlossen worden ist.

Die Neuerungen im GEG beinhalten verschiedene Optionen für die Nutzung erneuerbarer Energien: Elektrisch angetriebene Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Fernwärme, Gas- oder Ölheizungen mit einem Anteil von mindestens 65 Prozent Biomethan oder Bio-Öl sowie Kombinationen aus Gas-, Öl- oder Biomasseheizungen mit Wärmepumpen oder Solarthermieanlagen. Reine Öl- oder Gasheizungen dürfen 2024 noch eingebaut werden, müssen jedoch ab 2029 einen gewissen Anteil der Heizwärme aus Biomasse oder Wasserstoff erzeugen, der bis 2040 auf 60 Prozent ansteigt.

Die Förderungen für Heizungsaustausche und Sanierungen werden erhöht, einschließlich eines „Speedbonus“ für schnell umgesetzte Projekte und spezieller Boni für einkommensschwache Haushalte. Ab März 2024 gelten auch höhere Effizienzanforderungen für Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen. Weitere Änderungen umfassen unter anderem die steigenden CO2-Preise, die zu höheren Kosten für Heizöl und Erdgas führen. Eine Erhöhung um 10 Euro pro Tonne CO2 erhöht den Erdgaspreis um etwa 0,2 Cent pro kWh. Weitere Änderungen finden Interessenten auf: verbraucherzentrale-energieberatung.de.Quelle: verbraucherzentrale-energieberatung.de
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Energieeffizienz steigert Immobilienwerte deutlich

Immobilien mit hoher Energieeffizienz erzielen 2023 bis zu 33 Prozent höhere Marktpreise im Vergleich zu Objekten mit geringer Effizienz. Dies gilt sowohl für Neubauten als auch für energetisch sanierte Häuser. Das geht aus einer Studie von ImmobilienScout24 hervor, durchgeführt im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG). Der durchschnittliche Wertvorteil von energieeffizienten Immobilien liegt aktuell bei etwa 20 Prozent liegt, eine leichte Abnahme gegenüber den Vorjahren (2021/2022: 22 Prozent und 2020/2021: 23 Prozent). Besonders hervorzuheben ist, dass Immobilien in Ostdeutschland im Durchschnitt energetisch besser aufgestellt sind als jene in Westdeutschland.

Die Studie, die dritte ihrer Art in aufeinanderfolgenden Jahren, basiert auf der Analyse von über 250.000 Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen. Sie vergleicht diese Objekte hinsichtlich Region und Baualtersklasse. Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) fasst die Ergebnisse zusammen: „Der Trend zur Wertsteigerung von Gebäuden mit hohen Energieeffizienzstandards verstetigt sich in Deutschland immer weiter.“ Er hebt hervor, dass die energetische Sanierungsquote in Deutschland insgesamt gering ist, wobei in den alten Bundesländern ein größerer Nachholbedarf besteht als in den neuen. Dies sei vorwiegend auf die Sanierungswelle nach der deutschen Wiedervereinigung in Ostdeutschland zurückzuführen.

In der Studie werden die vielfältigen Vorteile von energieeffizienten Maßnahmen wie Dämmung und Fenstertausch unterstrichen. Durch die Maßnahmen lasse sich nicht nur den Energieverbrauch reduzieren, sondern auch nachhaltig die Attraktivität einer Immobilie steigern. Darüber hinaus spielen moderne, energieeffiziente Gebäude eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Klimaschutzziele, da der Gebäudesektor seine Einsparziele in den vergangenen Jahren nicht erreicht hat.Quelle: buveg.de
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Photovoltaik: Verbesserte Stromrichter

Fortschritte bei der Entwicklung von Photovoltaik-Stromrichtern haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE und ihre Industriepartner beim vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) finanzierten Projekt „PV-MoVe“ erzielt. Ziel des Projekts war es, durch innovative Technologien die Größe, das Gewicht und die Kosten von PV-Stromrichtern zu reduzieren, ohne dabei ihre Effizienz zu beeinträchtigen. Dies wurde durch die aktive Reduzierung von Schaltverlusten erreicht, die höhere Taktfrequenzen ermöglichen und somit zu einer kompakteren und kostengünstigeren Bauweise führen.

Die Forschenden konzentrierten sich auf die Anwendung spezieller Zusatzbeschaltungen zur Verringerung von Schaltverlusten in den Leistungshalbleitern. Durch die entwickelten Schaltungen konnten die Schaltfrequenzen in einem 50-kW-PV-Stromrichter signifikant erhöht werden, was zu einer erheblichen Reduktion der Schaltverluste führte. Bei siliziumbasierten IGBT-Leistungshalbleitern sanken die Verluste um bis zu 70 Prozent und bei Silizium-Carbid-MOSFET-Leistungshalbleitern sogar um bis zu 92 Prozent.

Diese Ergebnisse bieten neue Perspektiven für die Anwendung von PV-Stromrichtern in verschiedenen Bereichen wie Batterie-, Antriebs- oder Brennstoffzellenwechselrichtern. Die Forschenden am Fraunhofer IEE planen nun, die entwickelten Technologien in einem integrierten Systemdemonstrator zu testen, um ihre Praxistauglichkeit weiter zu überprüfen. Das Projekt PV-MoVe, welches von 2019 bis 2023 lief, wurde mit insgesamt 2,8 Millionen Euro vom BMWK gefördert. Es stellt einen Schritt in Richtung effizienterer und kostengünstigerer Photovoltaik-Technologien dar.

Quelle: iee.fraunhofer.de
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