Zukunft: Schlüsseltrends in der Immobilienwirtschaft

Die Immobilienbranche steht vor wesentlichen Umwälzungen, angetrieben durch technologischen Fortschritt und strengere klimatische und regulatorische Anforderungen. Eine Studie des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) zeigt, wie entscheidend die frühe Adaption von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und gesellschaftlichem Wandel für die zukünftige Ausrichtung der Branche ist. Unternehmen werden dazu angehalten, innovative Lösungen zu entwickeln, um sich auf die prognostizierten Veränderungen einzustellen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Die Studie präsentiert verschiedene Szenarien für die Immobilienwirtschaft bis 2050, darunter optimistische Prognosen, die stark von Digitalisierung, der Integration von künstlicher Intelligenz und der steigenden Bedeutung von ESG-Kriterien geprägt sind. ESG steht dabei für die Begriffe Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung).

Daneben werden auch dystopische Szenarien aufgezeigt, die als Warnung dienen sollen. Diese beschreiben, welche Risiken entstehen können, falls notwendige Schritte in Richtung einer digitalen und nachhaltigen Transformation nicht umgesetzt werden. Die vollständige Studie steht auf der ZIA-Website zum Download bereit.
© immonewsfeed

Design: Treppen als architektonische Highlights

Die Treppe, mehr als nur eine Verbindung zwischen Stockwerken, kann zu einem echten Designelement im Wohnraum werden. Dabei sollte bereits zu Beginn der Planung entschieden werden, ob sie offen im Raum oder in der Diele integriert wird. Offene Treppen können den Wohnraum optisch und akustisch mit dem Obergeschoss verbinden. Die Durchgangsfrequenz kann dadurch stärker wahrgenommen werden.

Je nach Bauart benötigen Treppen unterschiedliche Flächen. Eine gerade Treppe mit Podest ist zwar platzintensiv, bietet jedoch Komfort und Sicherheit beim Begehen. Alternativ nehmen gewendelte Treppen weniger Platz ein. Für Sicherheit sorgt auch eine gleichmäßige Beleuchtung, die die Stufen deutlich voneinander abgrenzt und für eine angenehme Atmosphäre sorgt.

Materialien und zusätzliche Features können die Funktion und Ästhetik einer Treppe erheblich beeinflussen. Während Holz und Stahl häufig verwendet werden, bieten auch Glas oder Naturstein interessante Designmöglichkeiten. Zukunftsorientierte Planer berücksichtigen zudem Optionen für spätere Anpassungen wie Aussparungen für Lifteinbauten oder Treppenlifte, um die langfristige Nutzbarkeit der Immobilie zu gewährleisten.
© immonewsfeed

Wärmepumpen: VDI informiert

In Deutschland gewinnen Wärmepumpen als klimafreundliche Alternative an Bedeutung. Dies liegt unter anderem an einer neuen Gesetzgebung. Diese schreibt vor, dass Heizungen in Neubauten seit 2024 mindestens zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Wärmepumpen stehen jedoch oft im Zentrum von Missverständnissen, wegen ihrer angeblichen Ineffizienz in unsanierten Altbauten oder ihrer hohen Betriebskosten. Darauf weist der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hin.

Außerdem sei es ein Mythos, dass Wärmepumpen nur für Fußbodenheizungen geeignet seien. Moderne Wärmepumpen können auch mit traditionellen Radiatoren kombiniert werden und sind damit nicht ausschließlich auf Fußbodenheizungen angewiesen. Sie bleiben auch bei sehr niedrigen Temperaturen effizient, wobei Luft-Wasser-Wärmepumpen bei extremer Kälte leicht an Effizienz verlieren können und etwas mehr Strom benötigen, um ausreichend Wärme zu liefern.

Die Installation von Wärmepumpen werde darüber hinaus oft als komplex angesehen, doch moderne Systeme sind laut VDI kompakter und einfacher zu installieren als viele denken. Außerdem bringen einige Interessenten Wärmepumpen mit einer Anfangsinvestition in Verbindung. Diese kann laut VDI zwar höher sein als bei konventionellen Heizsystemen, staatliche Förderungen könnten aber zu erhebliche Kostenreduktionen führen. Auch wegen der Lautstärke machen sich einige Interessenten Gedanken. Der VDI weist zwar darauf hin, dass insbesondere Außenluftgeräte Geräusche von 50 Dezibel verursachen können. Die Systeme seien aber durch Technologien zur Schalldämmung bereits leiser geworden.
© immonewsfeed

Police: Versicherer haftet bei fehlender Beratung

Ein Gebäudeversicherer ist verpflichtet, den Käufer einer versicherten Immobilie zu beraten. Das entschied das Oberlandesgericht Karlsruhe (AZ: 1 O 164/21). Möchte der Käufer die bestehende Versicherung übernehmen oder für die Prämienzahlung aufzukommen, macht dies gegenüber der Versicherung deutlich und es erfolgt keine Beratung, kann der Versicherer für eine mögliche Unterversicherung haften. Im konkreten Fall musste der Versicherer für einen Schaden von 118.000 Euro aufkommen. Er wies den Interessenten nicht daraufhin, dass er eine eigene Versicherung abschließen muss.

Der Streit entstand, als ein Mann versuchte, die bestehende Gebäudeversicherung seiner Ex-Frau zu übernehmen. Vorab hatte er das bei einer Scheidung ein Grundstück mit Einfamilienhaus übertragen bekam. Der Mann befürchtete, dass seine Exfrau die Prämie nicht mehr zahlen kann, informierte den Versicherer und wollte die Versicherung auf sich umschreiben lassen. Der Versicherer lehnte die Umschreibung jedoch ab, weil die Zustimmung der Exfrau fehlte. Der Mann versuchte draufhin vergeblich, diese einzuholen. Die Versicherung informierte ihn allerdings nicht darüber, dass er selbst eine neue Versicherung abschließen könne.

Nachdem ein Leitungswasserschaden auftrat und die Versicherung aufgrund ausbleibender Zahlungen nicht regulierte, klagte der Mann auf Schadensersatz. Das OLG Karlsruhe entschied zugunsten des Klägers und betonte, dass der Versicherer seine Beratungspflicht verletzt habe. Die einfache Mitteilung, dass eine Umschreibung nur mit Zustimmung der vorherigen Versicherungsnehmerin möglich sei, sei unzureichend. Der Versicherer hätte den Erwerber darauf hinweisen müssen, eine eigene Versicherung abzuschließen, damit der gewünschten Schutz gewährleistet werden kann.
© immonewsfeed

Soziales: Die Zukunft des Wohnens im Alter

Mit zunehmendem Alter wird das Wohnumfeld entscheidend für die Erhaltung von Selbstständigkeit und sozialer Teilhabe. Die demografische Entwicklung erfordert innovative Wohnkonzepte, die älteren Menschen ermöglichen, aktiv und integriert in der Gesellschaft zu leben. Diese Konzepte reichen von Mehrgenerationenhäusern und betreutem Wohnen bis hin zu spezialisierten Seniorenresidenzen, die ein selbstbestimmtes Leben fördern und gleichzeitig soziale Kontakte erleichtern. Darauf weist die Nachhaltigkeitsexpertin Dr. Alexandra Hildebrandt hin.

Praktische Lösungen wie der Umbau von Immobilien zu barrierefreien Wohnungen oder die Nutzung von Leibrentenmodellen unterstützen ältere Menschen dabei, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Sie tragen dazu bei, dass ältere Menschen ihre Unabhängigkeit bewahren und gleichzeitig auf notwendige Unterstützung zugreifen können. Regional initiierte Projekte und Workshops fördern zudem die Einbindung der älteren Bevölkerung in die Gestaltung ihrer Lebensräume.

Auch ein koordiniertes Netzwerk aus Gesundheits- und Sozialdienstleistern ist entscheidend, um den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht zu werden. Dies schließt regelmäßige Maßnahmen ein, um Gesundheits- und Pflegebedarf frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Durch integrierte Versorgungsmodelle, die sowohl die medizinische Betreuung als auch soziale Aktivitäten umfassen, wird eine umfassende Betreuung gewährleistet. Dies kann dann wiederum zu mehr Lebensqualität im Alter beitragen.
© immonewsfeed

Immobilienpreise: Eine Erholung ist in Sicht

Die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in Deutschland sind im dritten Quartal gestiegen, im Vergleich zum Vorquartal um 1,4 bzw. 1,3 Prozent. Mehrfamilienhäuser wurden zwar günstiger, allerdings nur um 0,4 Prozent. Diese Preisentwicklung deutet darauf hin, dass der Immobilienmarkt sich von einem vorherigen starken Preisrückgang erholt. Das geht aus einer Studie und Interpretation des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) hervor.

In größeren deutschen Städten, besonders in den Top-7-Städten, erreichen besonders die Preise für Neubauwohnungen fast wieder ihre Höchstwerte von 2022. Der Rückgang der Preise für Bestandswohnungen in Deutschlands sieben größten Städten bleibe jedoch spürbar. Das Interesse am Immobilienmarkt bleibt verhalten, mit wenigen Transaktionen.

„Insgesamt deutet die geringe Anzahl an Transaktionen darauf hin, dass viele Marktteilnehmer noch in einer abwartenden Haltung verharren“, so Jonas Zdrzalek vom IfW Kiel. Der Immobilienexperte vermutet jedoch, dass Käufer bald zurückkehren könnten, besonders da Neubauten wegen des knappen Angebots sehr begehrt sind. Der Wohnungsmarkt zeigt sich also trotz der allgemeinen Unsicherheit widerstandsfähig.
© immonewsfeed

Baustelle: Schutz im Winter auch selbst überprüfen

Im Winter erhöht sich das Risiko für Schäden an unvollständigen Bauvorhaben durch Witterungseinflüsse. Um Schäden durch Schnee und Regen zu vermeiden, ist es entscheidend, offene Bereiche wie Fensteröffnungen und Kellerzugänge zu sichern. Die DIN ATV 18299 schreibt vor, dass Baufirmen ihre Baustellen im Winter adäquat schützen müssen. Dennoch sollten Bauherren bei Bedarf auch selbst tätig werden. Darauf weist der Verband Privater Bauherren hin.

Besonders bei erwarteten Baupausen sei es ratsam, dass Bauherren gegebenenfalls selbst Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört es, wichtige Punkte am Bau eigenständig mit Folien abzudecken, um sie vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Das Recht, das eigene Grundstück zu betreten, ermöglicht es Bauherren, unabhängig von den Baufirmen tätig zu werden.

Abhängig vom Baufortschritt sind verschiedene Schutzmaßnahmen nötig. Beispielsweise sollten offene Kellertreppenausschnitte sicher abgedeckt und alle Deckendurchbrüche wasserdicht gemacht werden. Ebenso wichtig ist der Schutz offener Mauerkronen, da eindringendes Wasser und dessen Gefrieren zu ernsthaften Schäden führen kann.
© immonewsfeed

Urban Mining: Wie alte Rohstoffe einen neuen Zweck erfüllen

In der Bauindustrie gewinnt das Konzept des Urban Mining zunehmend an Bedeutung. Es ermöglicht die Wiederverwendung von Materialien aus Abrissprojekten. Durch gezieltes Recycling von Baustoffen werden wertvolle Sekundärrohstoffe gewonnen, die in neuen Bauprojekten eingesetzt werden können. Dadurch soll die Abhängigkeit von neuen, oft knappen Rohstoffen verringert werden.

Das Vorgehen beinhaltet die sorgfältige Trennung und Aufbereitung von Materialien wie Gips, Beton und Holz, um sie für neue Bauvorhaben nutzbar zu machen. Urban Mining schont daher nicht nur Ressourcen, sondern trägt auch zur Reduzierung von Bauabfällen bei. Durch das Recycling alter Materialien können Bauunternehmen ihre ökologischen Fußabdrücke minimieren und den Energieverbrauch senken.

Ein Beispiel für die erfolgreiche Anwendung von Urban Mining ist der Rückbau eines Rathauses, bei dem Materialien selektiv demontiert und lokal recycelt wurden, um Ressourcen zu sparen und Umweltbelastungen zu minimieren. Dieses Vorgehen zeigt, dass nachhaltige Baupraktiken praktisch umsetzbar sind und ökonomische sowie ökologische Vorteile bieten.
© immonewsfeed

Eigentümerversammlungen: Eine neue Ära

Seit dem 17. Oktober 2024 ist die Abhaltung von virtuellen Wohnungseigentümerversammlungen (WEG) gesetzlich erlaubt (§ 23 Abs. 1a WEG). Dadurch wird es den Wohnungseigentümern ermöglicht, ohne physische Anwesenheit über Beschlüsse zu entscheiden.

Mit einer erforderlichen Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen können Wohnungseigentümer beschließen, dass die WEG ab Beschlussfassung für drei Jahre als virtuelle Eigentümerversammlung stattfinden kann. Fassen Wohnungseigentümer einen entsprechenden Beschluss, müssen sie dennoch bis einschließlich 2028 jährlich mindestens eine Präsenzversammlung abhalten. Ausnahme: Sie beschließen einstimmig, darauf zu verzichten.

Die Einführung dieser Regelung erfordert von den Verwaltern, sich auf die neuen technischen und organisatorischen Herausforderungen einzustellen, um die Gleichwertigkeit der Teilnahme und Rechteausübung bei virtuellen und physischen Versammlungen sicherzustellen. Die gesetzliche Neuregelung fördert nicht nur die Flexibilität, sondern trägt auch den Bedürfnissen einer digitalisierten Gesellschaft Rechnung.
© immonewsfeed

Polstermöbel: Der Trend geht zu Komfort und Stil

Modulare Sofas liegen aktuell im Trend. Sie lassen sich leicht umkonfigurieren lassen und bieten Flexibilität für verschiedene Lebensphasen und Raumgröße. Diese Sofas können einfach erweitert oder reduziert werden können, je nach Bedarf der Nutzer. Hinzu kommt, dass die Farbpalette dieser Sofas oft neutral gehalten ist, um verschiedene Einrichtungsstile zu ergänzen und über lange Zeit aktuell zu bleiben.

Zudem setzt sich der Trend organisch geformter Sofas mit weichen, runden Linien fort. Diese Designs bieten nicht nur einen ästhetischen Reiz, sondern auch einen erhöhten Komfort. Die sanften Kurven dieser Sofas fügen sich harmonisch in moderne Wohnräume ein und laden zum Entspannen ein.

Außerdem liegen aktuell Sofas im Trend, die nicht nur das Sitzen und Liegen ermöglichen, sondern auch weitere Funktionen erfüllen. Integrierte Ablageflächen und Beleuchtungslösungen verwandeln Sofas beispielsweise in multifunktionale Möbelstücke, die den Wohnraum optimieren.
© immonewsfeed